Home
Wir über uns
+ Präparierkurs
+ Pers. Bemerkungen
+ Obere Extremität
+ Untere Extremität
+ Stamm
+ Dorsale Rumpfwand
+ Ventrale Rumpfwand
+ Hals
Kopf
Sonstiges
Kontakt

 

Dorsale Rumpfwand

 Einführung                                     

Bestimmen Sie vor der Präparation durch Palpation (tasten)

  • Protuberantia occipitalis externa – ist eine in der Mitte des Hinterhauptbeins (Os occipitale) deutlich zu tastende Erhebung 4.10,
  • Vertebra prominens – so wird der deutlich zu tastende Dornfortsatz (Processus spinosus) des 7. Halswirbels genannt. Gegenüber den anderen Dornfortsätzen des Halses steht der Vertebra prominens deutlich hervor 6.30, 6.8, wobei jedoch zu beachten ist, dass der Dornfortsatz des 1. Brustwirbels äußerlich zumeist stärker sichtbar ist.

 

Am Schulterblatt (Scapula) können Sie das Acromion und die Spina scapulae tasten 6.2, 2.18.

 

Die Rückenfurche ist deutlich zu sehen.

 

Bei den meisten Leichen wird die Haut im Rückenbereich dunkelbraun bis dunkelrot verfärbt sein, das rührt von den Leichen- oder Totenflecken her. Das Blut sinkt nach dem Tot entsprechend der Schwerkraft nach unten, da die Toten zumeist in Rückenlage gebettet werden, sammelt sich das Blut im Rückenbereich. An den Stellen, die einem Druck ausgesetzt sind, z.B. im Knochenbereich oder in Bereichen, in denen Druck auf den Körper und damit die Blutgefäße ausgeübt wird, bleibt die Haut weißlich.

 

Praktischer Hinweis

Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie bevor Sie mit dem Präparieren beginnen, die Suboccipitalpunktion und die Lumbalpunktion üben.

 

Bei der Suboccipitalpunktion beugen Sie den Kopf der Leiche, indem Sie einen Keil drunter legen, um so den Spalt zwischen dem Hinterhauptsbein (Os occipitale) und dem ersten Halswirbel (Atlas) zu vergrößern.

Führen Sie die Punktionsnadel nahe der Medianlinie zwischen dem Os occipitale und dem Atlas ein (beim Lebenden könnten Sie bei einer lateralen Punktion sonst die A. vertebralis verletzten). Einen ersten Widerstand merken Sie, wenn Sie auf die Dura mater spinalis (harte Rückenmarkhaut) stoßen. Anschießend gelangen Sie in die Cisterna cerebellomedullaris 9.58, aus der Sie auch bei der Leiche evtl. noch Flüssigkeit entnehmen können.

 

Bei der Lumbalpunktion müssen Sie einen Keil unter den Körper der Leiche legen, damit die Wirbelsäule etwas gebeugt wird. Führen Sie die Punktionsnadel zwischen den Dornfortsätzen (Processus spinosi) des 3. und 4. Lendenwirbels ein. Nach einem ersten festen Widerstand, der durch die Dura mater spinalis hervorgerufen wird, dürfen Sie die Nadel nur noch ca. 1 cm tiefer vorstoßen, da Sie ansonsten den Wirbelkanal auf der ventralen Seite wieder verlassen. Versuchen Sie Flüssigkeit abzusaugen (wird ausführlich in 9.82 beschrieben).

   Hautpräparation 

 

           

Schnitte:

Nacken:

In der Medianebene bis zum oberen Querschnitt des Rückens.

Oberer Querschnitt: Unterhalb des Hinterhaptbeins (Os occipitale).

Unterer Querschnitt: Vom Processus spinosus des 3. Halswirbels über die Spina scapulae zum Acromion.

 

 

Rücken:

Oberer Querschnitt: Vom Acromion über die Spina scapulae zur Rückenfurche.

Mittlerer Querschnitt: Die Verlängerung des unteren Brustschnitts in Richtung Rückenfurche.

Unterer Querschnitt: Von der Rückenfurche über die Crista iliaca zum unteren Bauchschnitt.

 

 

 

 

 

 

Präparieren

 

Dort, wo sich zwei Schnitte im Bereich der Rückenfurche schneiden, nehmen Sie mit der Pinzette einen Hautzipfel und fahren mit der stumpfen Seite des Skalpells durch kurze Schnittbewegungen hin und her. Sobald Sie einen größeren, mit den Fingern greifbaren Hautbereich frei präpariert haben, halten Sie den Hautzipfel mit den Fingern, weil Sie die Haut so besser spannen können.

 

Unter der Haut liegt das Unterhautbindegewebe (= Subkutis, subkutanes Fettgewebe), in dem eingelagertes Fett durch straffe Bindegewebszüge in Kammern unterteilt ist.

 

Bei der Hautpräparation bleibt dieses Unterhautbindegewebe zunächst erhalten, weil in ihm die Hautnerven und Hautvenen verlaufen, die Sie noch präparieren müssen. Achten Sie darauf, keine Löcher in die Haut zu schneiden – das ist nicht tragisch, aber durch konzentriertes Arbeiten lernen Sie frühzeitig das Skalpell geschickt und verantwortlich zu benutzen.

 

Schlagen Sie die Haut anschließend zur Seite.

 

Präparieren im Bereich der Subkutis (Unterhautbindegewebe)

Nachdem Sie die Haut zu beiden Seiten abgelegt haben, beginnen Sie damit, die Subkutis zu präparieren, die die Haut an der Körperfaszie befestigt.

Die Subkutis besteht, wie zuvor erwähnt, aus Fettzellen, die von Bindegewebszügen umschlossen werden. Innerhalb der Subkutis verlaufen die Hautnerven und die Hautgefäße.

 

 

Nacken

Die Haut im Nackenbereich kann besonders bei Menschen, die viel in der Sonne gearbeitet haben (z.B. Landwirte) „gegerbt“ und damit dick und faltenreich sein.

 

  1. Neigen Sie den Kopf der Leiche so, dass evtl. Falten möglichst verstreichen und präparieren Sie die Haut ab.
  1. In der im Nackenbereich ist die Subkutis relativ derb.
  1. Suchen Sie in Höhe des unteren Ohrläppchens etwa in der Mitte zwischen der Protuberantia occipitalis externa (dem tastbaren Höcker hinter dem Ohr) und der Medianlinie nach dem N. occipitalis major und der A. und V. occipitalis.
  1. Präparieren Sie den N. occipitalis major und die A. occipitalis. Beachten Sie, dass sich beide rückenwärts voneinander entfernen und durch unterschiedliche Muskeln in die Subkutis gelangen, der N. occipitalis major meist durch den M. trapezius.
  1. Suchen Sie den N. occipitalis minor, der am Hinterrand des M. sternocleidomastoideus in die Subkutis gelangt und hinter dem Ohr kopfwärts zieht.
  1. Entfernen Sie unter Schonung der präparierten Nn. occipitales und der A. occipitalis das subkutane Gewebe und säubern Sie die oberflächliche Faszie.

 

Rücken

Präparieren Sie die Haut von medial nach lateral und schlagen Sie sie zur Seite hin um.

 

Sie sehen nun auf die subkutane Schicht (= Subkutis).

  • In der Subkutis 6.84 finden Sie:
    im Brustbereich etwa paramedial als Hautnerven die Rami dosales aus den Nn. thoracici mit den gleichnamigen, sie begleitenden Gefäßen,
  • im Bauchbereich die Rami dorsales der Nn. lumbales (und der gleichnamigen Gefäße)
  • im Hüftbereich die Nn. clunium superiores (mit den Gefäßen).

Im Rückenbereich treten die Hautnerven und Gefäße nahe der Dornfortsätze (Processus spinosi) in die Subkutis ein.

  1. Entfernen Sie zunächst vorsichtig nahe der Wirbelsäule das Fett und Bindegewebe der Subcutis. Achten Sie auf ein dunkles Gefäß, das ist eine Vene, die ihre Farbe durch das in ihr enthaltene geronnene Blut erhält.
  1. Präparieren Sie die Vene in Richtung Wirbelsäule (nach medial hin) bis zu ihrem Durchtritt durch die oberflächliche Körperfaszie. An der Durchtrittsstelle finden Sie den Hautnerv und die kleine Arterie.
  1. Präparieren Sie den Hautnerven und noch einen ober- oder unterhalb des bereits sauber präparierten Hautnerven.
  1. Entfernen Sie jetzt das gesamte subkutane Gewebe im Block. Schneiden Sie dazu vorsichtig mit dem Skalpell in der Medianlinie (neben den Dornfortsätzen) von oben nach unten (kranial nach kaudal) das subkutane Gewebe bis zur Faszie auf – ohne die Faszie ebenfalls anzuschneiden und trennen Sie es mit den Fingern und mit dem Skalpell unter Schonung der Hautnerven von der Faszie ab.

 

Nackengegend

 

 

 

 

Entfernen Sie nun die Faszie unter Schonung der Nerven und der Arterie.

  • Sie sehen nun 6.78
    medial den Halsteil des M. trapezius, der mit seinem Sehnenspiegel von den Dornfortsätzen (= Processus spinosi) der Wirbel entspringt,
  • lateral den Halsteil des M. sternocleidomastoideus.

 

In der Mitte des Halses sehen Sie das Lig. nuchae (Nackenband), das sich zwischen dem Hinterkopf (Protuberantica occipitalis externa) und den Processus spinosi der Halswirbel ausspannt. An ihm sind Muskeln verwachsen (s. Lehrbücher). Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie, dass das Lig. nuchae gelblich aussieht, diese Farbe ist für elastische Bänder charakteristisch.

  1. Wenn der M. trapezius im Rückenbereich bereits präpariert ist, so kann er nun von unten seitlich vorsichtig mit den Fingern unterminiert und von dem unter ihm liegenden M. rhomboideus gelöst werden. Trennen Sie anschließend den M. trapezius an den Processus spinosi der Wirbelkörper ab und schlag ihn zur Seite
  1. Im Nackenbereich präparieren Sie anschließend die unter dem M. trapezius liegende Faszie ab.
  1. Präparieren Sie den M. splenius capitis und den M. splenius cervicis 6.78, 5.10. Anschließend trennen Sie den M. splenius capitis an den Processus spinosi (ohne andere Muskel zu schädigen) und schlagen Sie den Muskel nach oben seitlich um.
  1. Sie sehen den M. longissimus capitis 6.79. Säubern sie ihn und trennen sie ihn anschließend von den Processus transversi ab und schlagen ihn nach oben um.
  1. Präparieren Sie nun die A. occipitalis, die Sie bereits in der Subkutis dargestellt haben und verfolgen Sie sie bis zum Eintritt in das Os temporale (an der medialen Seite des M. splenicus capitis tritt sie in die Subkutis über).
  1. Präparieren Sie den M. semispinalis capitis 6.79. Anschließend trennen Sie ihn vom Os occipitale. Schneiden Sie den Muskel vorsichtig auf um den N. occipitalis major erhalten zu können. Schlagen Sie den Muskel unter Schonung der dorsalen Halsnerven nach unten (kaudal) um.
  1. Sie sehen nun 4 Muskeln 5.11:
    medial den M. rectus capitis minor,
    lateral die
    M. rectus capitis major
    M. obliquus capitis superior,
    M. obliquus capitis inferior.
    Diese 3 Muskeln bilden ein Dreieck (Trigonum).
  1. Entfernen Sie vorsichtig das Fett- und Bindegewebe im Trigonum und stellen Sie die A. vertebralis dar. Die hintere Begrenzung des Trigonum bildet der hintere Teil des Atlasbogens. Die A. vertebralis zieht über den dorsalen Teil des Atlasbogens nach medial und dann durch die zwischen dem Atlas und dem Hinterhauptsbein gespannte Membrana atlanto-occipitalis posterior in den Wirbelkanal.
  1. Zwischen der A. vertebralis und dem Atlasbogen verläuft der N. suboccipitalis.

 

Rücken

 

 

 

Nachdem Sie Subkutis entfernt haben, sehen Sie auf die Faszie, die Sie säubern und anschließend entfernen.

  • Sie sehen nun die Muskeln 6.78
    M. trapezius,
    M. latissimus dorsi,
    M. deltoideus.

Außerdem sehen Sie im Lendenwirbelbereich das oberflächliche Blatt der Fascia thoraco-lumbalis. Die Faszie dient dem M. latissimus dorsi und dem M. serratus posterior inferior als Ursprung.

Beachten Sie beim M. latissimus dorsi, dass er mit dem M. obliquus externus abdominis und der Crista iliaca das muskelschwache Trigonum lumbale begrenzt, in dem der M. obliquus internus abdominis oberflächlich liegt.

  1. Lösen Sie den M. trapezius, von seinem lateralen Rand beginnend, mit den Fingern (stumpf) von dem unter ihm liegenden M. rhomboideus major.
  1. Trennen Sie nun den M. trapezius im Bereich der Dornfortsätze der Wirbelkörper mit dem Skalpell vorsichtig von seinem Ursprung. Beginnen Sie am kaudalen (unteren) Rand des M. trapezius, heben Sie den Muskel mit den Fingern an und trennen Sie ihn von den Dornfortsätzen. Ziehen Sie die Rr. dorsales der Hautnerven vorsichtig durch den Muskel durch.
  1. Im Halsbereich trennen Sie den M. trapezius ebenfalls zunächst stumpf mit den Fingern von den unter ihm liegenden Muskeln, bevor Sie ihn auch hier vorsichtig von den Dornfortsätzen abtrennen.
  1. Schlagen Sie den M. trapezius nun vorsichtig zur Seite. Achten Sie dabei auf den N. accessorius, der im Nackenbereich unter den M. trapezius zieht 5.18 und bei Ihrem Präparat an der Unterseite des M. trapezius in der seitlichen Hälfte angeheftet sein wird. Belassen Sie den Nerv mit den Begleitgefäßen auf der Unterseite. Wenn Sie die Faszie ab präparieren würden, würde der Muskel wahrscheinlich auseinander fallen.
  1. Verfolgen Sie den N. accessorius soweit der Hals bereits präpariert ist.
  1. Sie sehen nun u.a. auf folgende Muskeln 6.78:
    M. splenius capitis,
    M. splenius cervicis,
    M. levator scapulae,
    M. rhomboideus minor,
    M. rhomboideus major.
  1. Präparieren Sie diese Muskeln sauber.
     
  2. Der zwischen dem M. levator scapulae und dem M. rhomboideus minor gelegene winkelförmige Raum ist mit Fett- und Bindegewebe gefüllt. Erweitern Sie mit den Fingern stumpf diesen Raum und entfernen Sie vorsichtig das Gewebe. Suchen Sie

    den N. dorsalis scapulae und präparieren ihn sauber,
    einen Ast der A. transversa colli und die V. transversa colli.
  1. Nun wird der M. latissimus dorsi zunächst stumpf von seiner Unterfläche abgelöst und dann mit einem Bogenschnitt 6.79 entlang der Fascia thoracolumbalis durchtrennt.
  1. Den lateralen Teil des M. latissimus müssen Sie mit dem Skalpell von dem unter ihm liegenden M. obliquus externus abdominis trennen. Achten Sie darauf, das am Seitenrand zwischem dem M. latissimus dorsi und dem unter ihm liegenden M. serratus anterior der N. thoracicus longus nach kaudal zieht. Trennen Sie den Seitenrand des M. latissimus dorsi stumpf von der unter ihm liegenden Faszie. Entfernen Sie die Faszie und bestimmen sie den N. thoracodorsalis und die A. und V. thoracodorsalis.
  1. Trennen Sie nun den M. rhomboideus major und den M. rhomboideus minor vorsichtig an den Dornfortsätzen von ihrem Ursprung. Ziehen Sie die Rami dorsales durch den M. rhomboideus durch um sie so zu erhalten. Schlagen Sie die Mm. rhomboidei zur Seite.
  1. Sie sehen nun auf den sehr dünnen M. serratus posterior superior 6.79 (linke Seite), den Sie von den Dornfortsätzen trennen und ebenfalls zur Seite schlagen.
  1. Trennen Sie nun vorsichtig die Fascia thoracolumbalis von oben (kranial) beginnend von den Dornfortsätzen. Achten Sie darauf, die unter der Faszie liegende autochthone Muskulatur nicht anzuschneiden! Beachten Sie, dass die Fascia thoracolumbalis aus 2 Blättern besteht (Lehrbuch). Das oberflächliche Blatt ist an den Processus spinosi (Dornfortsätzen) und an der Crista iliaca (Beckenkamm) befestigt.
  1. Entfernen Sie nun die Fascia thoracolumbalis und säubern Sie die autochthonen Rückenmuskeln. Weil die autochthonen Rückenmuskeln die Wirbelsäule aufrichten, werden sie zusammen als M. erector spinae bezeichnet. Der M. erector spinae wird in einen medialen und einen lateralen Muskelstrang unterteilt.
  1. Versuchen sie die beiden Muskelstränge (medialer und lateraler) darzustellen 6.79 und voneinander zu trennen.
  1. Die einzelnen Muskeln des M. erector spinae können in lange und kurze Rückenmusklen unterteilt werden. Suchen Sie einige auf. die Kurzen (Mm. mulifidi, Mm. rotatores) darzustellen erfordert viel „Fingerspitzengefühl“, versuchen Sie es, wenn Sie noch Zeit haben. Ansonsten präparieren Sie:
    M. semispinalis capitis – präparieren Sie ihn bis zum Ligamentum nuchae.
    M. iliocostalis – präparieren Sie alle seine Zacken.
    M. longissimus – stellen Sie den M. longissimus im Kopf-, Brust – und Lendenbereich dar.
  1. Wenn Sie noch Zeit haben, präparieren Sie den Band- und Gelenkapparat der Wirbelsäule von dorsal 6.61-6.65.

 

Wirbelkanal

 

 

 

 

Halsbereich

 

Nachdem alle Muskelreste von den Wirbelbögen entfernt wurden kann mit einer Säge oder mit Meißel und Hammer der Wirbelkanal eröffnet werden. Gehen Sie vorsichtig vor beim Abmeißeln der Gelenkfortsätze um die Spinalganglien (Ganglion spinale) zu schonen.

 

Orientieren Sie sich vorher, auf welche Strukturen Sie treffen werden 9.77.

  • Cavum epidurale
  • Dura mater spinalis
  • Arachnoidea spinalis
  • Cavum subarachnoidale
  • Pia mater spinalis
  • Lig. denticulatum
  • Ganglion spinale
    1. Nach Entfernung der Knochenteile (Processus spinosus, Arcus vertebrae, Processus articularis bzw. Processus costalis 6.41 – 6.49) haben Sie den Canalis vertebralis (Wirbelkanal) eröffnet und treffen nun zunächst auf das Cavum epidurale das aus lockerem Fettgewebe und dem Pleuxus venosus vertebralis internus besteht. Entfernen Sie alles aus dem Cavum epidurale.
    1. Sie sehen nun auf die Dura mater spinalis. Meißeln Sie soweit noch nicht geschehen die Gelenkfortsätze ab und stellen Sie die Spinalganglien (Ganglion spinale) dar.
    1. Eröffnen Sie nun durch einen Längsschnitt den Durasack. Nur die Dura mater spinalis soll aufgeschnitten werden, die Arachnoidea spinalis soll erhalten bleiben.
    1. Unterhalb des Foramen magnum erkennen Sie eine Ausdehnung, die Cisterna cerebellomedullaris 9.31, 9.58.
    1. Durchtrennen Sie nun die Arachnoidea, dadurch gelangen Sie in das Cavum subarachnoidale.
    1. Bestimmen Sie die Ligamenta denticulata 9.78.
    1. Versuchen Sie die Apertura mediana des 4. Ventrikels aufzufinden 9.58.

 

Brustbereich

  1. Der Durasack wird eröffnet.
  1. Anschließend die Arachnoidea eröffnet.
  1. Sehen Sie sich das Rückenmark an.
  1. Bestimmen sie die Fila radicularia der vorderen und hinteren Wurzel eines Spinalnerven 9.78.
  1. Stellen Sie die Ligamenta denticulata dar.

 

Lendenbereich

Nachdem der Durasack eröffnet ist, bestimmen Sie 9.79

  • Conus medullaris,
  • Filum terminale,
  • Cauda equina.

 

 

Entnahme des Rückenmarks

Das Rückenmark wird in seiner Gesamtheit entnommen.

  1. Durchtrennen Sie zunächst alle Fila radicularia der Radices dorsales, dann die Ligamenta denticulata und anschließend die Fila radicularia der Radices ventrales.
  1. Durchtrennen Sie das Rückenmark quer, direkt unterhalb des Foramen magnum und entnehmen Sie es aus dem Durasack.

Durch Querschnitte in unterschiedlichen Höhen können Sie

a. die unterschiedliche Dicke mit entsprechenden Anschwellungen (Intumescentia cervicalis und lumbosacralis)

b. den höhenabhängigen Anteil von grauer zur weißen Substanz

erkennen.

 

Wenn Sie noch Zeit haben, versuchen Sie nach Entfernung der Dura von der Innenseite des Wirbelkanals noch zu bestimmen 6.65

  • Ligamentum longitudinale posterius,
  • Anulus fibrosus (Bandscheibe).