Vorderseite des Kniegelenks Entfernen Sie zunächst die noch vorhandenen Muskeln bis auf ihre Sehnenansätze in diesem Bereich 3.41. Das sind: M. rectus femoris M. vastus lateralis M. vastus medialis M. vastus intermedius 3.61, 3.62, 3.63, 3.64.
Diese vier Muskeln werden zum M. quadriceps femoris zusammengefasst, weil sie eine gemeinsame Endsehne (die Quadrizepssehne = Tendo m. quadricipitis femoris) bilden, in der die Patella (Kniescheibe) eingelagert ist.. Diese Sehne setzt sich in das Ligamentum patellae fort, das etwa 3 cm breit und etwa 0,5 cm dick ist.
Stellen Sie dar, wie der M. vastus medialis in das Retinaculum patellae mediale und der M. vastus lateralis in das Retinaculum patellae laterale einstrahlen.
Präparieren Sie das Lig. collaterale fibulare und das Lig. collaterale tibiale sauber. Das Lig. collaterale fibulare 3.42 ist durch Fettgewebe von der Gelenkkapsel getrennt, das Lig. collaterale tibiale ist mit der Gelenkkapsel fest verbunden.
Unter den Bändern liegt die Gelenkkapsel.
Klappen Sie nun die Reste der Muskeln nach unten, der M. articularis genus soll erhalten bleiben.
Machen Sie einen kreisförmigen Schnitt durch die Kapselwand, wobei die beiden Ligg. collateralia erhalten bleiben sollen und klappen Sie die Wand der Gelenkkapsel mit der Patella und dem Retinaculum patellae mediale und dem Retinaculum patellae laterale nach unten ab. Dazu müssen Sie noch die bindegewebige Plica synovialis infrapatellaris durchtrennen, die zwischen den Kondylen des Femurs liegt.
Der vordere Gelenkspalt wird von den Plicae alares bedeckt, die einen Teil des Corpus adiposum darstellen. Drücken Sie diese Plicae alares nach unten.
Jetzt sehen Sie auf die beiden Menisken (Meniscus medialis und Meniscus lateralis) 3.43.
Trennen Sie die Gelenkkapsel von den Menisci und klappen Sie die Wand der Gelenkkapsel mit den anhängenden Gebilden (s.o.) weiter nach unten.
Der Meniscus medialis ist mit dem Lig. collaterale tibiale verwachsen.
Der Meniscus lateralis ist nicht mit dem Lig. collaterale fibulare verwachsen. Da er auch nur punktuell mit der Gelenkkapsel verbunden ist, ist er gut verschiebbar.
Weil der Meniscus medialis weniger verschiebbar ist, ist er häufiger von Verletzungen betroffen.
An der Vorderseite sind beide Menisci durch das Lig. transversum genus verbunden 3.43.
Präparieren Sie nun unterhalb der Kondylen die Gelenkschmiere (Synovia) vorsichtig ab um das Lig. cruciatum anterius darzustellen 3.43. Dazu beugen Sie das Gelenk maximal.
In dieser Stellung können sie auch das Lig. cruciatum posterius gut präparieren
Rückseite des Kniegelenks
Tragen Sie die Muskeln bis auf einen 5 – 10 cm langen Sehnenansatz ab.
Präparieren Sie an der medialen Seite des Knies das Pes anserinus 3.64. Über das Pes anserinus setzen die Sehnen des M. sartorius, M. gracilis und M. semitendinosus am medialen Tibiarand an.
Unter dem Pes anserinus liegt das Lig. collaterale tibiale.
Präparieren Sie die Sehne des M. biceps femoris bis zum Ansatz
Verfolgen Sie die Sehne des M. semimembranosus bis zum Ansatz am Condylus medialis der Tibia und präparieren Sie die von der Ansatzsehne wegziehenden Fasern, die als Lig. popliteum obliquum zur hinteren Kapselwand des Kniegelenks ziehen, wo sie die Gelenkkapsel verstärken.
Kürzen Sie die Sehnen des Caput mediale und laterale des M. gastrocnemius. In der Sehne des Caput laterale fühlen Sie manchmal was knöchernes, das ist ein kleines Sesambein, das Fabella genannt wird.
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