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Oberfläche
des Halses

Oberfläche des Halses

  1. Präparieren Sie das Platysma bis zum Rand des Unterkiefers (Mandibula) 4.50.
  1. Versuchen Sie die Ausstrahlung des Platysma bis zur Clavicula darzustellen.

3.      Präparieren Sie nun vorsichtig das Platysma von kaudal (unten) in
         Richtung Mandibula von der Unterlage ab. Unter dem Platysma
         verlaufen Nerven, die diesem Hautmuskel eng anliegen und zu
         schonen sind. Außerdem liegt das Platysma direkt dem
         oberflächlichen Teil der Fascia cervicalis (Halsfaszie) an, die Lamina
         superficialis fasciae cervicalis genannt wird.

  1. Unter dem Platysma verlaufen folgende Hautnerven 5.17. Diese Nerven entstammen dem Plexus cervicalis und treten etwa in der Mitte des M. sternocleidomastoideus an dessen Hinterrand als Punctum nervosum (Erb-Punkt) durch die Lamina superficialis der Fascia cervicalis (Halsfaszie):
    - N. occipitalis minor – verläuft nach hinten oben zum Hinterkopf,
    - N. auricularis magnus – zieht zur Ohrmuschel,
    - N. transversus colli – zieht vom Hinterrand des M.   
      sternocleidomastoideus nach vorn, wo er etwa in der Mitte des 
      Platysma quer zur Richtung der Muskelfasern des Platysma verläuft.
      Sein aufsteigender Ast anastomosiert mit dem Ramus colli des N.
      facialis.
    - Nn. supraclaviculares – ziehen abwärts in Richtung Hals.
    (In Abb. 5.17 ist die Bezeichnung für den N. occipitalis minor und den N. auricularis magnus vertauscht worden!).
  1. Unter dem oberen Viertel des Platysma verläuft der Ramus colli des N. facialis, der das Platysma auch innerviert.
  1. Achten Sie unterhalb des seitlichen Teils der Mandibula beim Präparieren des Platysma darauf die unter ihm liegende Glandula parotis (Ohrspeicheldrüse) nicht anzuschneiden.
  1. An oberflächlich verlaufenden Venen kommen die 5.14
    V. jugularis anterior und die
    V. jugularis externa vor.
  1. Die V. jugularis anterior ist häufig nur als dünnes Gefäß ausgebildet.
  1. Stellen Sie die V. jugularis externa dar, die über dem M. sternocleidomastoideus verläuft und zumeist in die V. subclavia mündet.
  1. Nachdem Sie das Platysma am Unterrand der Mandibula Richtung Gesicht vollständig umgeklappt haben, sehen Sie auf die Lamina superficialis (= das oberflächliche Blatt) der Fascia cervicalis (Halsfaszie). Diese Lamina ist relativ kräftig ausgebildet und umhüllt die Halsmuskeln. Sie ist an der Mandibula (Unterkieferrand) sowie an den beiden Claviculae (Schlüsselbeinen) und dem Sternum (Brustbein) befestigt.
  1. Fragen Sie den Assistenten, ob Sie nun das Platysma unterhalb der Mandibula auf etwa 5 cm kürzen können.
  1. Sie sehen auf den M. sternocleidomastoideus (5.8), den die Lamina superficialis umscheidet. Dieser Muskel setzt am Sternum („sterno“ = Brustbein) und an der Clavicula („cleido“ = Schlüsselbein) an und entspringt am Processus mastoideus („mastoideus“ = der hinter dem Ohr fühlbaren knöchernen Erhebung).
  1. Spalten Sie die Lamina längs und präparieren Sie den M. sternocleidomastoideus frei, achten Sie aber darauf, die im Punctum nervosum hervortretenden Nerven zu belassen!
    Präparieren Sie anschließend 
    die Sehnenlücke zwischen dem Ansatz des M. sternocleidomastoideus am Sternum und der Clavicula aus.
    und anschließend die Ansatzsehne des Muskels am Processus mastoideus (Warzenfortsatz), indem Sie den Kopf der Leiche zur gegenüberliegenden Seite drehen und damit die Sehne etwas anspannen.
  1. Lösen Sie nun den M. sternocleidomastoideus vorsichtig bis etwa zur Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) stumpf von den unter ihm liegenden Strukturen, indem Sie mit dem Zeigefinger unter ihn vordringen und vorsichtig durch hin- und herbewegen des Fingers von den unter ihm liegenden Strukturen lösen – achten Sie darauf, die Nerven am Punctum nervosum nicht zu beschädigen!.