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Kopf
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4. Nase 

Um die Nasen- und Mundhöhle vollständig präparieren zu können, wird das Kopfpräparat häufig von einem Assistenten in der Mitte sagittal halbiert (so das 2 Hälften vorliegen).

Sollte in Ihrem Präparierkurs der Kopf nicht halbiert werden, müssen Sie sich die topographischen Verhältnisse in einem Querschnitt in einem Atlas ansehen 4.36, 4.43.

 

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick, sehen Sie sich den Nasenraum, dann den Mund und den Schlund (Pharynx) mit seiner Beziehung zum Nasen- und Mundraum an 4.36.

 

Beachten Sie die topographischen Beziehungen der Nasennebenhöhlen zu den angrenzenden Bereichen des Schädels:

  • Stirnbeinhöhle (Sinus frontalis) – grenzt dorsal an die vordere Schädelgrube,
  • Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) – grenzt kranial an die mittlere Schädelgrube,
    sowie
  • Kieferhöhle (Sinus maxillaris) – grenzt an den Boden der Augenhöhle (Orbita),
  • Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales) – grenzen kranial an die vordere Schädelgrube.

 

  1. Entfernen Sie zunächst die Nasenscheidewand (Septum nasi) bzw. die noch davon vorhandenen Reste.
     
  2. Sie sehen nun auf die 3 Nasenmuscheln (Conchae nasales), die in der lateralen Nasenwand liegen. Unter den knöchernen Nasenmuscheln liegen die Öffnungen zu den Nasennebenhöhlen sowie die Mündung des Tränennasengangs.
     
  3. Oberhalb der oberen Nasenmuschel liegt dorsal der Recessus sphenoethmoidalis, in den der Sinus sphenoidalis (Keilbeinhöhle) mündet.
  4. Drücken Sie die obere Nasenmuschel (Concha nasi superior) nach kranial und suchen Sie den unter dieser Nasenmuschel liegenden oberen Nasengang (Meatus nasi superior) zu sondieren, in dem die hinteren Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales posteriores) münden.
  5. Resezieren (entfernen) Sie ein Stück der mittleren und unteren Nasenmuschel oder schneiden Sie die Schleimhaut der Nasenmuscheln senkrecht ein um deren vorderen Teil zurück schlagen zu können, so haben Sie eine bessere Sicht auf den unter der mittleren Nasenmuschel (Concha nasi medius) liegenden mittleren Nasengang (Meatus nasi medius), dessen halbmondförmige Öffnung Hiatus semilunaris und dessen anschließender Gang Infundibulum ethmoidale genannt werden. In ihm münden die vorderen Siebbeinzellen und die Stirn- und Kieferhöhle.
  6. Unter der unteren Nasenmuschel (Concha nasi inferior) müssen Sie den unteren Nasengang (Meatus nasi inferior) sondieren wo der Tränennasengang (Ductus nasolacrimalis) auf der Plica lacrimalis endet.
  7. Bestimmen Sie nun die
    Rachenmandel (Tonsilla pharyngealis),
    -  die Öffnung der Tuba auditiva mit dem Torus tubarius (knorpeliger Wulst
        hinter der Öffnung der Tuba auditiva) und den Torus levatorius (unter
        dem der M. levator veli palatini liegt), der bereits präpariert wurde.
  8. Entfernen Sie nun vorsichtig die Schleimhaut hinter den Nasenmuscheln. Sie sehen unter einer dünnen Knochendecke den Canalis palatinus major, der unterhalb vom Sinus sphenoidalis beginnt und kaudal am Foramen palatinum majus, das am Hinterrand des knöchernen Gaumens in Höhe ds letzten Mahlzahnes liegt, endet.
  9. Eröffnen Sie den Canalis palatinus major mit einem Meißel ohne den in ihm verlaufenden N. palatinus major und die A. palatina descendens zu zerstören.
  10. Etwas oberhalb der mittleren Nasenmuschel finden Sie das Ganglion pterygopalatinum.
  11. Wenn Sie noch Zeit haben, sollten Sie den Sinus maxillaris (Kieferhöhle) mit einem Meißel eröffnen. Sie sehen dann die enge topographische Beziehung der Zähne, besonders des 2. Backenzahns und des 1. Mahlzahns (2. Prämolarer und 1. Molarer) zur Kieferhöhle. Bei manchen Präparaten ragen die Zahnwurzeln in die Kieferhöhle hinein.